„Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler“

... schreibt der französische Starautor Philippe Dijan.

In diesem Sinne wün­schen wir Ihnen gute Bes­serung mit den Lese­tipps von Wies­badener*­innen!  Sie stel­len Bücher vor, mit denen sie durch Zeiten und Welten reisen, Neu­land entdecken, Stress und Sor­gen hinter sich las­sen und neue Kraft schöpfen.

Daniela Leß

ist Juristin und leitet das Amt für Soziale Arbeit in Wiesbaden. Im Verbund mit dem Sozialleistungs- und Jobcenter der Stadt ist es unter anderem Ansprechpartner bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung und bei der Bildung, Erziehung und dem Schutz von Kindern und Jugendlichen. Weitere Informationen



Daniela Leß, Leiterin Amt für Soziale Arbeit, Wiesbaden

Foto: privat

Buchtipp im mymedAQ Magazin
Cover Der Tote Wolf

Eine Heimatgeschichte


„Besonders gern mag ich Bücher, wenn ich die Örtlichkeiten der Handlung persönlich kenne. Da ich während meines Studiums der Rechtswissenschaften in Gießen regelmäßig an der Burg Münzenberg, dem sogenannten Wetterauer Tintenfass, vorbeigependelt bin, kenne ich die Region gut, die Schauplatz der Krimireihe ,Tod im Schatten der Burg` ist. Der aktuelle Band ,Der tote Wolf` handelt nicht nur von Verbrechen, sondern auch von Familiendramen. Ein sechs Wochen altes Baby verschwindet vom Grundstück seiner Großtante. Das Verschwinden des Mädchens löst innerhalb der Familie Wolf eine Welle von wechselseitigen Vorwürfen und Verdächtigungen aus. In der familiären Vergangenheit  gibt es viele Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen und zur Aufklärung mehrerer Straftaten führen. Die Situation ist für die Familie ebenso wie für die Ermittler sehr belastend und bringt alle an die eigenen Grenzen und darüber hinaus. Soviel sei verraten: Die Autorin Jule Heck lässt die Geschichte gut ausgehen.“  

 



© 12,90 Euro, 2020, Edition Winterwork

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null Gert-Uwe Mende empfiehlt Tyll von Daniel Kehlmann

Gert-Uwe Mende

 ist seit dem 2. Juli 2019 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden



mymedAQ Buchtipp von Gert-Uwe Mende

Foto: Angelika Aschenbach

Buchtipp im mymedAQ Magazin
mymedAQ Buchtipp Tyll

Ein Schelmenroman


Ich komme ja selten dazu, mal ein dickes Buch privat zu lesen, dieses habe ich verschlungen. Daniel Kehlmann verlegt die Geschichte vom großen Gaukler Till Eulenspiegel gekonnt in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs und erschafft ein pralles, manchmal beängstigendes, manchmal belustigendes Panorama, das uns diese ferne Zeit ganz nahe bringt. Ein Geschichtsbuch ist es mit seiner Vermischung von Fiktion und Fakten natürlich nicht, sondern ein Geschichtenbuch, das episodenhaft eine Fülle von Eindrücken vermittelt, von religiösem Eifer über maßlose Gewalt bis zur plastischen Schilderung von dörflichem oder höfischem Leben im Schatten des großen Kriegs. Das Buch lebt von Widersprüchen und Irritatationen, von der Spannung zwischen Einfühlsamkeit und Abscheu und von einer dichten Sprache, die direkt unter die Haut geht.
„Tyll“ steht in dieser Saison auch auf dem Spielplan des Staatstheaters Wiesbaden, das auch der Corona-Zwangspause unterliegt. Deshalb mein Tipp: jetzt das Buch lesen und später die Theaterfassung ansehen."



© Rowohlt Verlag, Paperback, 480 Seiten, 12 Euro, Hörbuch 15 Euro