©Lucie Richardson, Inhaberin von

©Lucie Richardson, Inhaberin von "Hey Lucie!"

Erfolgsrezept fürs Westend:
bio + vegan + glutenfrei = lecker


Lucie Richardson (Foto) ist Inhaberin von Hey Lucie! Mit großen Scheiben öffnet sich das kleine Lunch-Café im Westend auf das breite Trottoir. Innen stehen ein gutes Duzend Ampeln unter der Decke auf Grün: Üppige Ranken schweben über den Köpfen der Gäste. Der Holzfußboden und die in hellem Umbra getünchten Wände schimmern warm, und Tische und Stühle im skandinavischen Design verbreiten Leichtigkeit.
So offen und einladend „Hey Lucie“  aussieht, so streng sind die Hausregeln: Tierische Produkte und Gluten sind in der Küche nicht willkommen, und aus dem Gastraum mit der angrenzenden Kinderspielecke ist Chemie verbannt: Nicht nur Lebensmittel sind bio (seit Anfang 2020 ist "Hey Lucie!" bio-zertifiziert), auch Wandfarben, Möbel, Putzmittel und Verpackungen. Kaffee to go wird nur im mitgebrachten Gefäß ausgeschenkt: "Wir vermeiden Müll so gut es geht. Sogar unsere Zutaten kaufen wir möglichst unverpackt ein. Und wir sind stolz darauf, dass unsere gelbe Tonne immer eine der leersten in der ganzen Nachbarschaft ist“, sagt Lucie Richardson.
Gesundheit sieht Lucie Richardon ganzheitlich: „Sie betrifft den Körper, aber auch die Umgebung und Umwelt.“
Die ehemalige Immobilienfond Managerin hat „Hey Lucie!“ im vergangenen Jahr eröffnet, in erster Linie "aus Eigennutz", wie sie sagt und erklärt: „Ich ernähre mich längerem vegan und bio aus Überzeugung und ich leide unter Glutenunverträglichkeit. Es war fast unmöglich für mich, essen zu gehen, so gut wie nichts auf den Speisekarten war für mich geeignet. Also habe ich ein Restaurant verwirklicht, wie ich es mir immer gewünscht habe.“
Als Gastronomie und Köchin ist Lucie Richardson Autodidaktin. Zwei Jahre lang hat sie sich auf den Branchenwechsel vorbereitet, drei Praktika absolviert, viel gelesen, Seminare besucht und mit Zutaten experimentiert: „Das war langwierig, es hat allein Wochen gedauert, bis ich den perfekten Tarte-Teig angerührt hatte“, sagt sie. Ihre Rezepte für Süßes und Deftiges, darunter Gebäck, Aufläufe, Gebratenes und Suppen ohne die üblichen Grundzutaten Eier, Butter, Mehl, Milch, sind ihr gut gehütetes Betriebsgeheimnis und so lecker, dass sie nicht nur Veganern und Menschen mit Glutenunverträglichkeit schmecken.
Mütter mit kleinen Kindern treffen sich zum Frühstück, ältere Menschen zu Kaffee und Kuchen, Geschäftsleute genießen den wechselnden Mittagstisch und das Gefühl, schlemmend und im Sitzen der Gesundheit Gutes zu tun.


Adresse und weitere Informationen finden Sie unter: https://heylucie.de

Hey Lucies Rezept für Raw Balls

Gesunde Verwandte der Schokopralinen


©Lucie Richardson; Raw Balls, eine gesunde Alternative zu Schokopralinen

ZUTATEN

75g
75g
100g
50g
10g
100g
100g


Mandeln
Cashewkerne
Haferflocken
Sonnenblumenkerne
Chiasamen
Datteln, getrocknet
Aprikosen, getrocknet

ZUBEREITUNG

Mandeln, Cashewkerne, Haferflocken und Sonnenblumenkerne im Mixer fein mahlen. Die Mischung und die Chia Samen in eine Schüssel geben. Datteln und Aprikosen mit heißem Wasser knapp bedecken und etwa 15 Minuten einweichen lassen. Danach ebenfalls im Mixer samt Wasser zerkleinern. Die trockenen und nassen Zutaten gut mischen und rund zehn Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit kann man die Panade für die Bällchen vorbereiten, z.B. Kakaopulver, Kokosraspeln, gehackte Nüsse oder Schokolade, essbare Blüten oder Matschapulver; jeweils in kleine Schälchen füllen. Dann mit angefeuchteten Händen Bällchen formen und in der Panade wälzen. Im Kühlschrank aufbewahren oder sofort genießen!

Einfach köstlich ohne Ei

Hy Lucie! -Inhaberin Lucie Richardson nennt fünf Alternativen

Banane: ideal für Kuchen und Pfannkuchen, wenn man das Aroma mag. Eine halbe zermatschte Banane ersetzt ein Ei, für Bananenbrot braucht man zwei bis drei Früchte.

Chia-Samen: Um ein "Chia-Ei“ herzustellen, vermischt man einen Teelöffel Chiasamen und 5 Teelöffel Wasser. Nach etwa zehn Minuten entsteht eine klebrige, geschmacksneutrale  Masse.

Apfelmus oder -essig: Mit Backpulver oder Natron vermischt, kann Apfelmus oder Apfelessig wahre Wunder wirken: Beide machen den Teig luftig und elastisch.

Kichererbsenmehl: schmeckt bei Pfannkuchen und herzhaften Gerichten und als Eiersatz bei panierten Speisen.

Haferflocken: Grob gemahlen, vermischt mit Flüssigkeit, binden sie nicht nur Kuchen, sondern auch Gebratenes wie vegane Burger und knusprige herzhafte Taler.


 

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