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App-Abbildungen: © gematik

mymedAQ-Online-Seminare

Fit für die digitale Gesundheitsversorgung

Mit immer neuen Gesetzen treibt das Bundesgesundheitsministerium die Digitalisierung im Gesundheitswesen voran. Unsere kostenlosen Online-Seminare helfen Ihnen, die neuen Technologien kennenzulernen und effektiv zu nutzen. Referent*innen sind Mitarbeiter*innen von digifort. Das Projekt wird gefördert vom Hessischen Ministerum für Soziales und Integration und bietet den Teilnehmenden eine zukunftsorientierte Qualifikation in der digitalen Gesundheitsbranche.

Wie funktioniert ein E-Rezept

Foto:© fizkes/shutterstock

Die wichtigsten Fakten zum E-Rezept

  • Ab Januar 2022 wird bundesweit das digitale Rezepte (E-Rezept) für verschreibungspflichtige Arzneien das Papierrezept ablösen.
  • Papierrezepte wird es ab Januar 2022 nur noch in Ausnahmefällen geben, etwa bei Hausbesuchen, wenn kein Handy oder Tablet vorhanden ist, oder bei technischen Problemen.
  • Bis 2026 wird das E-Rezepte auch Papierrezepte für für Betäubungsmittel, T-Rezepte, digitale Gesundheitsanwendungen, außerklinische Intensivpflege, häusliche Krankenpflege, Soziotherapien und für Heil- und Hilfsmittel ablösen.
  • Die digitale Infrastruktur stellt die Gematik zur Verfügung.
  • Das E-Rezept erhält man über die gratis-App der Gematik.
  • Wer kein Handy oder Tablet besitzt, bekommt in der Praxis einen Papierausdruck mit einem QR-Code, der in der Apotheke eingelesen wird.
  • Es gibt nur eine App für alle Versicherten, passend für Endgeräte aller Marken und jedes Alters.
  • Das E-Rezept für Privatversicherte wird ab Januar 2022 schrittweise eingeführt. Bitte bei der Hotline der Versicherung nachfragen.
  • E-Rezepte können ohne Besuch in der Praxis ausgestellt werden, auch Folgerezepte.
  • E-Rezepte können direkt vom Arzt an die Apotheke der Wahl geschickt werden.
  • In der Apotheke entfallen das fehleranfällige Scannen des Papierrezepts und das Prüfen des Rezepts durch den Apotheker.
  • Medikamente, die über ein E-Rezept verschrieben worden sind, können per App-Kommando von der Apotheke zum Patienten geliefert werden, auch aus dem Ausland.

Online-Seminar vom 13.Juli im Rückblick

Wie funktioniert ein E-Rezept?

Ab Januar 2022 wird ein elektronisches Formular das Papierrezept ablösen. Was bedeutet das konkret für Sie und Ihre Lieblingsapotheke? Unser Referent hat Fakten und Antworten zusammengefasst.

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Foto:© digifort

Referent:
Michael Krusch, Digital-Assistent von digifort

E-Rezept Präsentation.PDF
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Die wichtigsten Fragen und Antworten

Q: Welchen Sinn macht das E-Rezept?
A: Es spart Patienten Wege und Ärzten Verwaltungsarbeit und Zeit, die sie für Behandlungen nutzen können.

Q: Sind personenbezogene Daten im E-Rezepte sicher?
A: Ja. Die Gematik  (link) stellt eine vielfach abgesicherte IT-Infrastruktur zu Verfügung, ein Netzwerk, auf das ausschließlich Ärzte, Apotheken und Krankenkassen zugreifen können.

Q: Sind personenbezogene Daten im Ausdruck des E-Rezepts sicher?
A: Geht ein Ausdruck verloren und gerät in falsche Hände, ist ein Missbrauch der Daten, wie bisher beim Papierrezept auch, nicht auszuschließen.

Q: Mein Handy ist mehr als zehn Jahre alt, funktioniert die App trotzdem.
A: Ja. Es gibt keine Einschränkungen beim Alter des Geräts oder der Marke.

Q: Können Angehörige E-Rezepte einlösen?
A: Ja. E-Rezepte können von Patienten in die Apps anderer Personen übertragen werden. Damit sind sie bevollmächtigt. Beim Einlösen ausgedruckter E-Rezepte ist, wie beim Papierrezept, keine Vollmacht oder Identifizierung erforderlich.

Q: Werden Folgerezepte automatisch von der Praxis in die App geladen?
A: Ja, das ist möglich. Für Patienten entfallen Anrufe, Wege und Wartezeiten.

Q: Sind E-Rezept und Ausdruck mit QR-Code fehlerträchtig?
A: Nein. Scan- und Lesefehler entfallen, darum sind sie sicherer als Papierrezepte.

Q: Wer installiert die App?
A: Die Patienten selbst; dabei sind, wie etwa bei einer Bank-App, Name und andere Daten einzugeben und zu verifizieren.

Q: Gibt es Stellen, die beim Installieren helfen?
A: Wer Hilfe benötigt, erhält sie in der Arztpraxis und in Apotheken, idealerweise von ausgebildeten Digitalassistenten.

Q: Informiert die App auch über Einnahmefrequenz und Wirkungen der verordneten Medikamente?
A: Ja. Informationen über Wirkungen, Nebenwirkungen und die Dosierung sind über die App abrufbar.

Q: Wer sieht beim E-Rezept, welche Medikamente ich verordnet bekommen habe?
A: Der Arzt, der Apotheker, die Krankenkasse. Beim Ausdruck sind die Namen der Medikamente, wie bisher beim Papierrezept, lesbar.

Die Fragen beantwortete Michael Krusch, Digitalassistent von digifort. Weitere Informationen zum E-Rezept finden Sie auf der Seite der Gematik.